Burgruine Araburg

Wer nach historischen Gemäuern in leicht luftigen Höhen sucht und gleichzeitig eine wundervolle Aussicht auf das Voralpengebiet des Wienerwaldes sucht, der wird bei dieser Rundwanderung mit Sicherheit nicht enttäuscht.

Die höchste Burgruine im Wienerwald

Da ich immer desöfteren alleine meine neue Heimat erkunde und stets immer von einer meiner liebsten Wanderregion, dem Wienerwald nur so dahin schwärme, musste ich fast meine Mama bei dieser Tour mitnehmen und sie davon mehr zu überzeugen.

Eine knappe Stunde fährt man Wien in das Triestingtal, genauer gesagt befinden wir uns in Kaumberg, wo wir direkt im Ortszentrum unmittelbar der Kirche starten. Hier ist auch schon unser Ziel gekennzeichnet und folgen dem Stiegenaufgang prompt hinauf.

Nur wenige Meter bergauf und wir genießen jetzt schon ein glanzvollen Ausblick auf die kleine Ortschaft.

Ausgangspunkt direkt in Kaumberg
Blick auf die kleine Ortschaft

Wir gehen weiter leicht bergauf und gelangen nach gut 10 Minuten bei einer amüsanten Weggabelung der wir spontan einfach folgen mussten. Geplant hatte ich eigenlich eine etwas andere Route, aber hej, für uns läuft es meist ganz nach dem Motto: „und manchmal packt uns spontan die Wanderlust“ 🙂

Von hier aus ändert sich die Bodenbeschaffenheit abprupt und wir schreiten auf einen doch eher leicht matschigen Wiesenweg weiter, was uns dennoch nicht daran hindert diese faszinierende Aussicht auf das Triestingtal zu genießen. Gleichzeitig erhaschen wir schon einen ersten Blick auf die Burgruine.

spontante Wegänderung für uns
Blick auf das Triestingtal
Burgruine Araburg schon in Sicht

Jetzt merken wir, dass wir unseren Ziel immer näher kommen und erreichen auch schon wieder eine Asphaltstraße und schon einige Minuten später einen großen Parkplatz zur Burgruine.

Eine kleine Verschnaufpause und schon folgen wir der Forstraße Richtung Wald hinein und entdecken eine Beschilderung für einen „kürzeren Weg“ – voller Tatendrang mit dem Gedanken, dass wir es fast geschafft, sprinten wir fast hinauf zur Burgruine und stellen fest, dass dies ein doch recht steiler Weg hinauf ist. (mit Kinderwagen absolut NICHT geeignet – obwohl wir welche gesehen haben!)

Ziel erreicht

Nach ungefähr 20 Minuten und jeder Menge verlorener Schweißperlen später, werden wir von einzigartigen Gemäuren inmitten des Waldes empfangen und haben dennoch gleichzeitig einen faszinierenden Ausblick auf die Voralpen des Wienerwaldes.

die höchste Burgruine des Wienerwaldes
Frühlingsboten inklusive
Lutherglocke

Da wir hier im Frühling unterwegs waren konnten wir doch viele Berge aus der Ferne auskundschaften. Übrigends: für 2 Euro kann man an diesem Punkt die Lutherglocke läuten lassen und jaa, die ist ganz schön laut!

Wer hoch hinaus möchte kann direkt auf der Araburg beim Aussichtsturm ein 360 Grad Panorama in vollen Zügen genießen (allerdings ist ein kleiner Eintritt zu zahlen)

Zusätzlich bietet das Araburgstüberl regionale Köstlichkeiten und gleichzeitig eine wundervolle Aussicht auf der Sonnenterrasse an.

Da wir Rundwege über alles lieben, gehen wir nun bergab die andere Seite hinunter welche auch wesentlich leichter zu beschreiten ist. Unmittelbar nach der Araburg blicken wir sogar auf den höchsten Berg des Wienerwaldes > Hocheck (mein persönlicher Foto-Hotspot)

Ich persönlich plane dort lange schon rauf zu wandern, hat sich aber bis dato noch immer nicht ergeben. Aber die Zeit kommt bestimmt…

Genug geschwärmt mit der Erkenntnis, dass ich meine Mama ab diesem Zeitpunkt endlich für die Wienerwaldregion auch etwas begeistern konnte, gehen wir die Forststraße bergab und gelangen wieder zum Parkplatz der Burgruine.

Von hier aus kann man entweder denselben Wiesenweg direkt zum Ort zurückwandern, oder so wie wir entlang der Straße runter gehen und noch einmal die Landschaft inklusive Flora und Fauna des Triestingtals stets für eine gute halbe Stunde bis zum Ausgangspunkt bewundern.

Fazit zur Rundwanderung Araburg

  • bei mir persönlich kamen an gewissen Stellen leichte Heimatgefühle auf, die Landschaft erinnert mich sehr stark an das Hausruckviertel mit den sanften Hügeln und die Berge an die Voralpen des Traunviertels
  • für dieses doch beliebte Ausflugsziel rate ich gerade mit Kinderwagen die komplette Forststraße vom Parkplatz zu nutzen, da der andere Weg unmöglich mit 4 Rädern zu bewältigen ist
  • die beste Zeit hier zu Wandern ist meiner Meinung nach im Frühling oder spät im Herbst hinein, da man doch durch die kahlen Bäume optimal hindurch zu blicken kann und dementsprechend die Region besser zu sehen ist.

Tourdaten

  • unsere Strecke: Ortszentrum Kaumberg (über die Treppe zur Kirche – Teil des Via Sacra | Wr. Wallfahrerweg – am Fuße des Arabergs den direkten, kürzeren Weg (eher steil) – Laabach Forstweg & über Straße retour
  • Distanz: 8,1 km
  • Dauer: ~2,5 Stunden
  • Bergauf: 290m
  • Schwierigkeit: leicht – mittelschwer (der letzte Anstieg ist ein wenig steil aber kurz)
  • Einkehrmöglichkeit: direkt bei der Burgruine (Araburgstüberl) oder im Zentrum von Araburg

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